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Baader übergewichten 11.02.2002
Independent Research
Die Analysten von Independent Research stufen die Aktie von Baader (WKN 508810) von "marktneutral" auf "übergewichten" hoch.
Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 stehe bei den Münchenern ein Verlust von 42,5 Mio. Euro zu Buche, der im wesentlichen durch Abschreibungen in Höhe von 42,1 Mio. Euro verursacht worden sei. Allein im dritten Quartal hätten Abschreibungen von 23,7 Mio. Euro zu einem Quartalsverlust von 32,4 Mio. Euro geführt. Auch das operative Ergebnis sei mit einem Verlust von 9,9 Mio. Euro im dritten Quartal überraschend schwach ausgefallen. Als Konsequenz der hohen Abschreibungen im Beteiligungsbereich sei die Aufgabe dieses Geschäftsbereiches angekündigt worden. Vorher seien die Buchwerte der Beteiligungen den aktuellen Wertansätzen angepasst worden. Dadurch ergebe sich bei der anstehenden Veräußerung eventuell zusätzliches Gewinnpotential, welches ab dem Jahr 2002 nicht mehr versteuert werden müsse.
Die Ergebnisschätzung von Independent Research für das laufende Jahr sehe einen Verlust von 46 Mio. Euro vor. Für das laufende Geschäftsjahr 2002 gebe es Anlass zur Hoffnung. Neben den wirksam werdenden Kostenanpassungen (unter anderem Mitarbeiterentlassungen) dürften die extrem hohen Abschreibungen entfallen. Durch mehrere Übernahmen habe Baader in der Vergangenheit seine führende Marktposition im Wertpapierhandel ausbauen können. In diesem Bereich wolle sich das Unternehmen auch in der Zukunft positionieren. Dabei würden die Münchener statt wie bisher nur auf dem Parkett auch im elektronischen Handelssystem Xetra aktiv. Beim Global Markets Konzept der Deutschen Börse agiere Baader bereits heute als Market Expert für US-amerikanische Werte.
Trotz der Aufgabe des circa 30 Beteiligungen umfassenden Beteiligungsbereiches solle das Emissionsgeschäft fortgeführt werden. Dabei wolle man sich auf kleine Emissionen beschränken. Im Bereich Asset Management werde sich Baader nicht betätigen. Man werte den Rückzug aus dem Beteiligungsbereich positiv. Als Wertpapierhandelsbank fehle es Baader an der Expertise und dem entsprechenden Know how, um in diesem riskanten Geschäftsfeld erfolgreich zu sein. Auch wenn die Konzentration auf das Kerngeschäftsfeld Wertpapierhandel eine starke Abhängigkeit vom Kapitalmarktumfeld mit sich bringe, finde man diesen Schritt richtig, da Baader in der Vergangenheit bewiesen habe, dass auch in schwachen Börsenphasen noch operative Gewinne erzielt werden könnten.
Aufgrund der starken Marktposition und der guten Eigenkapitalbasis (125,5 Mio. Euro zum 30.09.01) dürfte Baader am ehesten in der Lage sein, die gegenwärtige Schwächephase zu überstehen. Im Segment der Wertpapierhandelshäuser zähle Baader ganz klar zu den Favoriten. Da die aktuelle Börsenbewertung bereits unter dem Eigenkapital der Gesellschaft liege, rechne man trotz der katastrophalen Zahlen nicht mit weiteren Kursrückgängen. Vielmehr sehe man die Chance, dass sich die Aktie im Jahr 2002 besser entwickele, als der Gesamtmarkt.
Die Experten von Independent Research erhöhen daher ihr Votum für die Baader-Aktie von "marktneutral" auf "übergewichten".
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